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Das menschliche Blut enthält zahlreiche Faktoren, die zur Wundheilung benötigt werden. Eine besondere Rolle spielen dabei die Blutplättchen, die mit einer Fülle von Heilungs- und Wachstumsfaktoren für die Reparations- und Regenerationsvorgänge verantwortlich sind. In den USA wurde ein Verfahren entwickelt, das diese Fähigkeit der Blutplättchen ausnutzt. Mit Hilfe von Trägersubstanzen werden die Blutplättchen in konzentrierter Form eingesetzt, um die Einheilung von Implantaten zu verbessern und zu beschleunigen. Es handelt sich um ein risikoarmes und sicheres Verfahren, da bei dem Patienten nur Bestandteile des eigenen Blutes eingesetzt werden. Durch ein spezielles Verfahren wird ein Plasma gewonnen, das besonders reich an Blutplättchen ist (Plättchen - reiches - Plasma = PRP-Verfahren). Klinische Erfahrungen zeigen, dass mit diesem Verfahren die Ergebnisse der Implantologie weiter verbessert werden können. Sinnvoll ist der Einsatz dieses Verfahrens bei schlechter Knochenqualität (z. B. Osteoporose) und einem zu geringen Knochenangebot, wie es vor allem im Oberkiefer häufiger anzutreffen ist. Die Belastung für die Patienten ist bei der Blutentnahme sehr gering. Auf die Entnahme von Knochen aus anderen Regionen kann bei diesem Verfahren in vielen Fällen verzichtet werden.
Apparative Voraussetzungen für das PRP-Verfahren sind eine Hochgeschwindigkeitszentrifuge und ein Rüttler.


Das dem Patienten entnommene Blut wird zentrifugiert und plättchenreiches Plasma gewonnen.
Das konzentrierte Plasma (PRP) wird auf eine Trägersubstanz aufgetragen und bei dem Patienten zur Verbesserung des Knochenlagers appliziert.


Vor solchen Operationen ist eine computergestützte metrische Auswertung eines Computertomogrammes zur Planung und Volumenbestimmung sinnvoll.
Das präoperative Röntgenbild vor einem Knochenaufbau mit PRP + Cerasorb (Abb 2.1.7). Die Pfeile markieren das geringe Knochenangebot. Das postoperative Röntgenbild nach einem Knochenaufbau und Versorgung mit Implantaten (Abb 2.1.8). Die Pfeile markieren das verbesserte Knochenangebot.


Die implantat-prothetische Brückenversorgung nach einem Knochenaufbau mit PRP bei einem anderen Patienten und die röntgenologische Kontrolle nach prothetischer Versorgung.

