J. Tetsch / P. Tetsch

Zahnärztliche
Implantate


Ein Ratgeber für Patienten

5. überarbeitete Auflage

3.6 Kieferdefekte

Besonders schwierig ist die prothetische Versorgung, wenn durch Unfälle, Operationen oder angeborene Fehlbildungen (Kiefer- und Gaumenspalten) größere Kieferdefekte bestehen. Die Prothese kann keinen Halt finden, wenn nicht mehr ausreichend viele Zähne vorhanden sind. In bestimmten Fällen ist auch hier die Versorgung mit Hilfe von Implantaten möglich.

Zusammenfassung: Indikationen
  • Die dankbarste Einsatzmöglichkeit für Implantate ist der zahnlose Kiefer. Prothesen können auf vier oder mehreren Pfeilern so befestigt werden, dass das Kauen und Sprechen wieder ohne Schwierigkeiten möglich ist.
  • Nach Verlust der Backenzähne kann mit Hilfe künstlicher Zahnwurzeln eine Brücke angefertigt werden. Ohne diese Möglichkeit müsste ein herausnehm­barer Zahnersatz getragen werden.
  • Auch bei sehr großen Zahnlücken kann nach der Einpflanzung künstlicher Wurzeln ein festsitzender Zahnersatz ermöglicht werden, wo sonst nur eine Prothese angefertigt werden könnte.
  • Nach dem Verlust eines einzelnen Zahnes lässt sich das Beschleifen gesunder Zähne vermeiden, wenn ein Implantat eingesetzt werden kann.
  • Bei großen Kieferdefekten, wie sie nach Unfällen, Operationen oder durch Fehlbildungen entstehen, kann in manchen Fällen nur mit der Hilfe von Implantaten ein Zahnersatz angefertigt werden.