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J. Tetsch / P. Tetsch
Zahnärztliche
Implantate
Ein Ratgeber für Patienten
5. überarbeitete Auflage
Das sicher beste Ersatzmaterial für fehlenden Knochen ist der Knochen des Patienten selbst (Knochentransplantation). Er kann bis zu einem gewissen Umfang aus der Region oder aus der Nachbarschaft gewonnen werden, in dem die Einpflanzungen durchgeführt werden sollen. Spezielle Sauger ermöglichen es, die bei der Bohrung anfallenden Bohrspäne aufzusammeln. So kann dieser Knochen, der als Abfallprodukt anfällt gesammelt und für knochenverbessernde Maßnahmen verwendet werden (Abb. 7.1).

Abb. 7.1:
Gesammelte Knochenspähne in einem Spezialfilter
Wenn dieser Knochen nicht ausreicht, wird man zunächst prüfen, ob er aus anderen Kieferregionen gewonnen werden kann. Hierbei bietet sich die Weisheitszahnregion oder das Kinn an, wo ohne kosmetische Nachteile viel eigener Knochen gewonnen werden kann. Erst wenn dieser Knochen auch nicht ausreicht, werden andere Körperregionen zur Entnahme herangezogen. Dabei hat sich der Knochen aus dem Beckenkamm am besten bewährt. Allerdings muss diese Entnahme in der Regel während eines stationären Aufenthaltes – meist auch in Narkose – durchgeführt werden (Abb. 7.2, 7.3). Da diese Operation doch eine gewisse Belastung darstellt, hat man nach Wegen gesucht, diesen Eingriff zu vermeiden.

Abb. 7.2:
Röntgenbild mit Beckenkammtransplantaten im Ober- und Unterkiefer

Abb. 7.3:
Eingesetzte Implantate nach Einwachsen der Knochentransplantate
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