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J. Tetsch / P. Tetsch
Zahnärztliche
Implantate
Ein Ratgeber für Patienten
5. überarbeitete Auflage
Die Industrie hat eine Vielzahl von Materialien entwickelt, die dem menschlichen Knochen in ihrer Zusammensetzung sehr ähnlich sind. Sie werden aus Tierknochen gewonnen, aus Algen, Korallen oder synthetisch hergestellt. Sie dienen größtenteils als Platzhalter und werden nach der Einpflanzung in den Kieferknochen langsam aufgelöst und durch eigenen Knochen ersetzt oder in eigenen Knochen eingebaut. Je nach verwendetem Material kann dies zwischen mehreren Monaten bis zu mehreren Jahren dauern. Voraussetzung für ihren Einsatz ist ein gewisser Restknochen, von dem die Neubildung ausgehen kann und der eine Stabilität der Implantate gewährleistet, wenn die Einpflanzung der künstlichen Pfeiler mit dem Aufbau des Kieferknochens zusammen durchgeführt wird. Reicht dieser Restknochen nicht aus, muss erst die Knochenbildung abgewartet und zu einem späteren Zeitpunkt implantiert werden. Knochenaufbaumaßnahmen können also einzeitig oder zweizeitig erfolgen. Einzeitig bedeutet, dass der Knochenaufbau zeitgleich mit dem Setzen der Implantate geschieht. Zweizeitig bedeutet, dass die Knochenaufbaumaßnahmen nicht in einer Sitzung mit der Implantation erfolgen kann. Je nach verwendetem Material kann die Implantation 3-6 Monate später erfolgen. Häufig erfolgt eine Kombination aus körpereigenem Knochen und Knochenaufbaumaterialien, die entweder gemischt oder geschichtet werden. Je mehr eigener Knochen verwendet wird, umso früher kann die Implantation durchgeführt werden.
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