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Die Weiterentwicklungen durch spezielle Oberflächenstrukturen und ein spezielles Implantat-Design haben dazu geführt, daß in besonderen Situationen eine Sofortbelastung der Implantate erfolgen kann. Dies gilt in erster Linie für den zahnlosen Unterkiefer, wenn es möglich ist, vier Implantate zu verankern. Dabei werden einteilige Implantate eingesetzt, die mit einem Kopfteil in die Mundhöhle ragen. Nach dem Einsetzen erfolgt die sofortige Abdrucknahme und die Eingliederung einer Stegkonstruktion am gleichen Tag. Auch die Prothese kann noch an diesem Tag eingesetzt werden. Das Kauvermögen ist also an einem Tag wiedergewonnen. Dieses Verfahren wurde in der Schweiz (Dr. Ledermann) vor ca 30 Jahren entwickelt. Durch die Weiterentwicklungen der Implantologie ist das Verfahren noch sicherer geworden und kann in speziellen Situationen eingesetzt werden.
Die Hauptindikation für die Sofortbelastung ist
der zahnlose Unterkiefer bei ausreichendem Knochenangebot in Höhe und Breite. Als Standardmethode werden 4 Implantate gesetzt und mit einem Steg
verblockt.
Die nächste Abbildung zeigt schematisch die Eingliederung eines Steges, an dem eine vorhandene Prothese mit Stegreitern befestigt werden kann. Nach der Eingliederung des Steges erfolgt eine Röntgenkontrollaufnahme.


Die folgenden Abbildungen zeigen die klinische Situation nach Entfernung der Fäden und nach abgeschlossener Wundheilung. In die vorhandene Prothese werden "Clips" eingearbeitet, mit denen die Prothese auf dem Steg mechanisch einrastet.


Die Patientin stellte sich nach nicht geglückter Wurzelkanalbehandlung zur Implantation in unserer Praxis vor. Der Zahn war nicht erhaltungswürdig, zum Behandlungsbeginn entzüngs- und schmerzfrei, so dass wir uns zu einem Sofortimplantat mit einer provisorischen Sofortbelastung entschieden haben.
